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Über meine Puppen       

Der Erwerb einer handgenähten Stoffpuppe geschieht – in aller Regel – nicht spontan, nicht im Vorbeigehen. Ein solcher Kauf ist vielmehr eine Herzensangelegenheit. Niemand kann oder sollte zu dem Kauf eines handgefertigten Puppenkindes überredet werden.

Eine handgenähte Puppe ist etwas ganz besonderes, sie lässt sich in keiner Hinsicht mit einem fabrikgefertigten (Massen-) Produkt vergleichen. Allein wer sich erfreuen kann an der Weichheit und Wärme der verwendeten Materialien (Schaf- und Mohairwolle, Baumwolltrikot und Filz), wer sich für filigran aufgestickte Gesichtchen und Frisuren begeistert, wer die Lieblichkeit der feinen und aufwendigen Details spürt, wird sich für ein solches Puppenkind entscheiden.

Das Anfertigen einer Stoffpuppe nimmt, egal wie geübt die Puppenmacherin auch sein mag, viele Stunden in Anspruch. Gedankenvolle Stunden, in denen die Hände immer rege sind. Diese vielen Stunden sind es, die schließlich dem Puppenkind, gefertigt aus wenigen, einfachen Materialien, seine Lebendigkeit schenken.

Den Erwerb eines solchen Puppenkindes muss man sich leisten wollen, anders kann man die Angelegenheit nicht betrachten, kann man daran keine Freude haben.

Oft habe ich im Verlauf meiner Tätigkeit als Puppenmacherin erfahren, dass sich verschiedene Familienmitglieder oder Freundinnen zusammengetan haben, um einem Kind zum Geburtstag eine Puppe oder zur Geburt einen Schmuser zu schenken. Eine ganz ausgezeichnete Idee, wie ich meine.

 

 

Details zu meinen Puppenkindern -

Größen, Materialien & Beschaffenheit, Preise, Pflege:

 

Größen:

Ich nähe drei verschiedene Arten von Puppen:

Zum einen nähe ich klassische Gliederpuppen zum An- und Ausziehen, diese Puppenkinder sind ca. 40 cm groß und bestens geeignet zum Spielen für Kinder ab etwa drei Jahren.

Zum anderen nähe ich kleiner Puppenkinder (zwischen 30 und 35 cm groß) mit festsitzenden Beinkleidern (Leggins) und ausziehbaren Kleidchen für ganz kleine Kinder ab etwa einem Jahr.

Und schließlich nähe ich Schmuser und Schmusermädchen (ca. 30 cm groß), deren komplette Kleidung festangenäht ist. Schmuser und Schmusermädchen sind vor allem für Babys und Kleinkinder gedacht. Doch ich kenne auch viele ältere Kinder und auch Erwachsene, die auf Grund der Verwendung ausschließlich ganz weicher, handschmeichelnder Materialien, ihre Freude an diesen kleinen Geschöpfen haben....

Das ist Mathilde, sie ist eine klassische Gliederpuppe:

 
 

Puppenkind Mathilde, 40 cm groß.
 "Die handgearbeitete ist einzigartig, genau wie ein Kind." (Neuschütz, K. (2000): Die Waldorfpuppe.)
   
Diese Puppenkinder eignen sich ausgezeichnet für Kinder ab etwa drei Jahren, sie können vollständig an- und ausgekleidet werden. Meist haben sie gerade Arme und Beine. Manchmal nähe ich auch Babypuppen, deren Charakteristikum leicht gebogene Ärmchen und Beinchen sind.

 

Auf Grund meiner Beobachtungen der letzten Jahren fertige ich darüber hinaus noch etwas kleiner Puppenkinder (ca. 35 cm lang) mit festsitzenden Schuhen und Strumpfhosen/ Leggins sowie einem einfachen Kleidchen an.

 
Zwei kleine Puppenmädchen ("Die Honigschwestern") mit angenähten Leggins und Nickischühchen, Kleidern aus Walkloden.
 

Hintergrund ist, dass oft bereits ganz kleine Kinder, vor allem Mädchen, Freude daran haben, ihr Puppenkind auszuziehen. Doch fehlt nicht selten die Ausdauer, das kleine Puppenwesen dann auch wieder zu bekleiden. In der Folge sieht man vielfach kleine Kinder mit ihrer nackten Puppe unter dem Arm. Doch das Puppenkind stellt einen wichtigen Gefährten für das Kind dar, dem immerhin so viel Achtsamkeit entgegengebracht werden sollte, dass es nicht gänzlich unbekleidet und -geschützt in die Welt hinaus getragen wird. Aus diesem Grund habe ich diese beschriebenen Puppenkinder entworfen: sie können an- und ausgezogen werden, doch sie sind nie gänzlich unbekleidet.

 
   

Und schließlich nähe ich Schmuser und Schmusermädchen (ca. 30 cm lang).
 
Schmuser, 30 cm groß
"Die Stoffpuppe verändert sich im Laufe der Zeit, weil sie durch die Persönlichkeit ihrer Puppenmutter geprägt wird." (Neuschütz, K. (2000): Die Waldorfpuppe.)

Diese kleinen Wesen tragen immer festsitzende (d. h., an den Körper angenähte) Kleidung, dabei entweder einen kleinen Anzug aus Nickistoff oder ein Kleidchen (unten geschlossen) bzw. einen Schlafsack. Sie können entsprechend nicht vollständig an- und ausgezogen werden. Allein ein kleines Paar Socken oder eine Weste könnten ggf. hier für Abwechslung sorgen. Schmuser und Schmusermädchen sind wunderbare Begleiter für ganz kleine Menschenkinder, also für Babys und Kleinkinder, da sie handlich, leicht und durch die Verwendung ausschließlich ganz weicher Materialien sehr anschmiegsam sind.

 

Schmusermädchen, 30 cm groß

 

Meist haben die Schmuser eine festgenähte Zipfelmütze, Schmusermädchen hingegen haben aufgesticktes Haar aus Mohairwolle. Wegen eben dieser Haare, die ein Baby oder Kleinkind arg kitzeln können, haben sie immer auch eine Kopfbedeckung, etwa eine Zipfelmütze aus Nickistoff oder eine feine Häkelmütze bei sich.

Und schließlich: Wenn auch die Kleidung der Schmuser und Schmusermädchen fest angenäht ist, so verfügen sie dennoch, darauf lege ich viel Wert, über vollständig ausgearbeitete Gliedmaßen, d.h., Hände und Füße sind nicht an die Kleidung angenäht, es befinden sich vielmehr vollständige Körperteile (Arme, Beine, Bauch) in der Kleidung.

 

 

 

 

 

 

 

   

Materialien & Beschaffenheit:

·        Die Körper meiner Puppenkinder nähe ich aus feinstem Baumwolltrikot, das ich direkt aus der Schweiz beziehe. Gefüllt sind Kopf und Gliedmaßen mit feiner (gewaschener und gekämmter) Schafwolle aus Süddeutschland.

·        Im Bauch meiner Puppenkinder befindet sich ein Säckchen mit Mineralgranulat. Dadurch werden sie, bedingt durch Gewicht und Flexibilität der Granulatkörnchen, anschmiegsam und lebendig.

·        Alle Nähte der Körperteile sind doppelt genäht.

·        Augen und Mund sticke ich von Hand auf.

·        Alle meine Puppen haben eine kleine Nase.

·         Für die Puppenhaare verwende ich reine Mohairwolle. Langhaarfrisuren entstehen in zwei Schritten: Zunächst sticke ich mit dem Mohairgarn die Haare auf den Kopf, anschließend knüpfe ich, meist recht tief am Hinterkopf, geflochtene Zöpfe oder Schnecken fest. Für Kurzhaarfrisuren fertige ich Perücken (gehäkelt oder direkt aus Mohairwolle genäht) an, die ich direkt am Puppenkopf festnähe. Die beschriebenen Fertigungsweisen implizieren, dass meine Puppenkinder nicht ausgiebig frisiert werden können. Beide Frisurentypen können (und sollten) jedoch dann und wann mit den sanften Strichen einer Fellbürste wieder in Form gebracht werden.

·        Kleidung fertige ich gern aus Westfalen- oder Trachtenstoffen, auch aus Baumwollstoffen (gern aus England, Frankreich, Japan oder Skandinavien), aus weichen Nicki- und Jerseystoffen, aus Babycord (alle vor der Verarbeitung gewaschen) sowie vor allem auch aus Wollfilz und Walkloden. Wenn ich hübsche Stoffe in Bioqualität bekomme, verwende ich auch diese sehr gern.

 

Preise:

·        Puppenkinder (40 cm) kosten rund 120,- Euro, plus Versandkosten.

·        Puppenkinder (35 cm, mit fest angenähten Schuhen und Leggins) kosten rund 80,- Euro, plus Versandkosten.

·        Schmusermädchen kosten rund 55,-, Schmuser rund 45,- Euro, plus Versandkosten.

 

Pflege:

Stoffpuppen, vor allem ihre Gesichter, werden oft im Laufe ihres Lebens nicht im objektiven Sinne schöner. Gerade die Nase, da dort der Stoff besonders gespannt ist, wird manchmal etwas grau. Interessanterweise habe ich noch kein Kind getroffen, dass sich daran störte, im Gegenteil: Meist bleiben diese Veränderung – bedingt durch Abnutzung – von den Puppeneltern unbemerkt. Ich finde es sehr schön, wenn man einer Puppe im Laufe der Zeit auch ansieht, dass sie viel geliebt und bespielt wurde, bei vielen Unternehmungen und Reisen ein Gefährte war. Verschmutzungen können mit warmem Wasser (und evtl. einem sanften Wollwaschmittel) entfernt werden. Ich habe es noch nie übers Herz gebracht, eine meiner Puppen in die Waschmaschine zu stecken, da ich um die Beschaffenheit des Gesichtchens fürchte. Entsprechend kann ich über Folgen eines Waschgangs in der Maschine nichts sagen, würde diesen jedoch nicht empfehlen.

Irgendwo (vielleicht in einem der sehr empfehlenswerten Bücher von Karin Neuschütz!?) las ich einmal den Tip, die ganze Puppe, falls sie ganz arg verschmutzt ist, im Waschbecken in lauwarmem Wasser zu waschen und anschließend komplett in ein trockenes Handtuch gewickelt auf der Heizung liegend trocknen zu lassen. Probiert habe ich es noch nicht, klingt aber sehr gut, so meine ich.

 

  Am Rande sei hier auf die erschreckenden, sich in den letzten Jahren stetig wiederholenden Testergebnisse von Öko-Test hinsichtlich der gesundheitsschädlichen Bestandteile gerade auch in Puppen aller bekannten Hersteller verwiesen. Mehr Infos zu diesem skandalösen Umstand findet man unter anderem hier und dort.

 

 

 

 

 

 

Copyright© 2007– 20013 by Pelles Puppenstube/ Claudia Kohnen